Stress, lass nach: Strategien gegen Kopfschmerzen
Mach dir keinen Kopf!? Stress ist ein ständiger Begleiter unseres modernen Alltags – und unser Körper reagiert darauf mit einer Vielzahl von Warnsignalen. Eines der häufigsten: Kopfschmerzen. Aber wie genau hängen Stress und Kopfschmerzen zusammen – und was kann man dagegen tun?
Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Fachleute unterscheiden über 200 verschiedene Formen – und damit auch viele verschiedene Ursachen. Am weitesten verbreitet ist allerdings der klassische Spannungskopfschmerz. Häufige Auslöser sind zu wenig Bewegung, zu wenig Schlaf – und zu viel Stress.
Stressbedingte Kopfschmerzen treten häufig in Form von Spannungskopfschmerzen auf: ein dumpfer, drückender Schmerz, der auf beiden Seiten des Kopfes spürbar ist oder auch wie ein enger Ring um den Kopf liegt. Einige Menschen haben zusätzlich schmerzende Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, was wiederum Kopfschmerzen begünstigt.
Stress kann aber auch Migräneanfälle triggern. Diese sind in der Regel deutlich stärker, pulsierend und häufig einseitig. Hinzu kommen bei vielen Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit oder Erbrechen. Besonders hinterhältig: Migräne setzt nicht selten dann ein, wenn der Stress gerade abfällt – etwa am Wochenende oder am ersten Urlaubstag.
Bei Stress versetzt sich der Körper in Alarmbereitschaft – und reagiert mit einer biologischen Reaktion. Es werden Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet, die kurzfristig zwar die Leistungsfähigkeit steigern, langfristig aber Schaden anrichten: Die Muskulatur verkrampft, der Blutdruck steigt, grundlegende Bedürfnisse wie Schlaf, Hunger, Durst oder Schmerzempfinden werden unterdrückt.
Vernachlässigt man diese grundlegenden Bedürfnisse über längere Zeit, kann das Kopfschmerzen verursachen. Besonders häufig entstehen durch Stress Verspannungen im Rücken und Nacken, die bis in den Kopf ausstrahlen. Ein weiteres Problem: Wer häufiger Kopfschmerzen hat, reagiert empfindlicher auf Stress – ein Teufelskreis entsteht. Ähnliches gilt bei stressbedingtem Schlafmangel: Wer müde ist, hat oft stärkere Schmerzen. Und wer Schmerzen hat, der schläft oft schlechter. Irgendwann wird die Angst vor dem nächsten Schmerz selbst zum Stressfaktor.
Kopfschmerzen können so chronisch werden. Denn durch die Dauerbelastung sinkt die Reizschwelle im Gehirn – Schmerzen werden schneller und intensiver wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, diesen Teufelskreis zu durchbrechen – und sein Stresslevel deutlich zu reduzieren. Bekommt man den Stress in den Griff, können sich auch die Kopfschmerzen deutlich reduzieren. Bewährt haben sich folgende Maßnahmen:
Mit Stress ist nicht nur Termindruck oder Überlastung gemeint. Auch emotionaler Stress – als Reaktion auf negative Gefühle wie Angst, Wut oder Trauer – kann uns schaden. Denn: Wenn die Psyche dauerhaft unter Druck steht, macht sich das oft auch körperlich bemerkbar – häufig in Form von Kopfschmerzen. Die Lösung beginnt daher mit einer ehrlichen Selbstreflexion: Was belastet mich gerade? Welche Gedanken erzeugen Druck? Wie kann ich mit diesen Gefühlen gesund umgehen? Außerdem können folgende Maßnahmen helfen:
Es brummt, hämmert und pocht: Kopfweh kennt fast jeder. Bevor man zur Schmerztablette greift, lohnen sich ein paar einfache Tipps. Doch helfen Kaffee mit Zitrone, Pfefferminzöl oder Kühlpack wirklich gegen akute Kopfschmerzen?
Jeden Tag nehmen im Durchschnitt drei Millionen Deutsche eine Tablette gegen Kopfschmerzen. Kein Wunder, denn mehr als zwei Drittel der Bevölkerung waren schon einmal betroffen. Kopfschmerzen sind längst zur Volkskrankheit geworden. Die Internationale Kopfschmerzgesellschaft unterscheidet zwischen über 200 verschiedenen Formen. Am häufigsten treten jedoch vor allem zwei Arten auf: der auf beiden Seiten dumpf drückende Spannungskopfschmerz sowie pochende Migräneattacken. Während der Spannungskopfschmerz mit 63 bis 86 Prozent am weitesten verbreitet ist, treibt die Migräne die meisten Menschen zum Arzt oder zur Ärztin.
Was bei Kopfschmerzen hilft, hängt davon ab, welche Ursache hinter den Beschwerden steckt. Doch es gibt einige einfache Tipps und Hausmittel, die Abhilfe schaffen – und es lohnt sich, zunächst einmal zu checken, ob die grundlegenden Bedürfnisse des Körpers erfüllt sind.
Abgesehen von diesen Basics gibt es jedoch einige weitere Hausmittel, die bei Kopfschmerzen helfen können – und die die meisten im Haus haben oder für unterwegs in die Tasche packen können.
Lindern die genannten Tipps die Kopfschmerzen nicht, gibt es eine Reihe von geeigneten Schmerzmitteln. Bei leichten bis mittelschweren Kopfschmerzen werden Acetylsalicylsäure (erst ab 12 Jahren) oder Ibuprofen empfohlen. Beides ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Auch Paracetamol, Naproxen oder Metamizol sowie Kombinationspräparate aus Schmerzmittel und Koffein können eingesetzt werden.
Bei Migräne helfen in erster Linie Triptane, die es in Form von Tabletten, aber auch als Nasenspray und Spritze gibt. Sie werden vor allem bei mittelschweren bis starken Migräne-Attacken empfohlen – und dann, wenn Schmerzmittel nicht mehr wirken. Sie hemmen zum einen Entzündungsvorgänge und sorgen zum anderen dafür, dass sich die durch die Migräne geweiteten Gefäße im Gehirn wieder zusammenziehen. Bei Spannungskopfschmerz wirken Triptane allerdings nicht. Das Team in deiner Apotheke vor Ort berät dich gerne bei der Auswahl passender Produkte und unterstützt dich dabei, die richtige Lösung für deine Bedürfnisse zu finden.
Wer hin und wieder Schmerzmittel einnimmt, macht wenig falsch. Treten Kopfschmerzen jedoch häufiger auf, ist es keine gute Idee, ständig Schmerzmittel einzunehmen. Denn so paradox es klingt, aber zu viel Schmerzmittel können selbst Kopfschmerzen auslösen. Pro Anfall und Tag sollten es nicht mehr als drei Tabletten sein. Und, noch wichtiger: Schmerzmittel sollte man höchstens an zehn Tagen pro Monat und an drei aufeinanderfolgenden Tagen einnehmen. Ist das nicht möglich, ist es essenziell, mit Arzt oder Ärztin zu besprechen, worin die Ursachen liegen können – und was man tun kann, um Kopfschmerzen aktiv vorzubeugen.